Kokos
Kokos
Wer es gerne etwas härter und stabiler, aber immer noch umweltbewusst und natürlich mag, greift gern zu einer Matratze aus Kokos.
Matratzenstoffe können aus den verschiedensten Materialien bestehen Das gilt ebenso für den Matratzenbezug.
Matratzen aus Kokos – Herstellung
Die Frucht der Kokospalme ist ein natürlich nachwachsender Rohstoff, der unbedenklich zwischen dem 12ten und 30ten Lebensjahr eine Kokospalme geerntet werden kann, danach wird die Pflanze zu groß für die Erntehelfer. Die Hauptanbaugebiete sind Süd-Ost-Asien und Süd-Amerika. Die unreifen Fasern der Kokosnuss (eigentlich einsamige Steinfrucht) werden zu Garnen und anderen Geweben versponnen. Jedoch je älter die Frucht wird, desto höher wird auch der Holzanteil in den Naturfasern aus der äußersten Hülle, dem Mesokarp.
Nach der Ernte wird das rohe Mesokarp einige Wochen in Wassertanks gelagert, um es von dem Pektin zu trennen. Danach werden die Faserbündel, heute zumeist maschinell, vom Mesokarp getrennt, gesäubert, sortiert und getrocknet. Diese zur Weiterverwendung gedachten Kokosfasern werden auch „Coir“ genannt. Und nur diese Fasern von reifen und überreifen Kokosnüssen werden zum Füllen von Matratzen oder zur Wärmedämmung gewonnen.
Matratzen aus Kokos – Vorteile und Nachteile
Fasern aus Kokos sind besonders dehnbar und verfügen über eine hohe Lebensdauer. Dies verdanken sie ihren beiden Hauptbestandteilen, Zellulose und Lignin. Das macht diese Fasern auch so extrem widerstandsfähig gegen Abrasion. Auch sind sie unempfindlich gegen Pilze und Bakterien. Feuchtigkeit können Kokosfasern lange widerstehen, ohne sich zu zersetzen. Das alles macht Matratzen mit einer Füllung aus Kokosfasern interessant für Menschen, die Wert auf gesunden Schlaf und auf eine ökologische Alternative aus nachwachsenden Rohstoffen legen.
Allerdings sind Latexmatratzen mit einer Kokosfüllung nicht für jeden eine gute Wahl. Eine Füllung aus Kokos ist weniger anpassungsfähig an die körperlichen Konturen als zum Beispiel ein Kern aus Naturlatex. Menschen mit Rückenproblemen sollten besser nicht zu einer Kokosmatratze greifen. Es sei denn, ihnen wird eine härtere Unterlage ausdrücklich empfohlen.


