Baumwolle

Baumwolle

Die Baumwolle blickt auf ein Alter von rund 8000 Jahren zurück. Sie wurde von Handel treibenden Babyloniern und Arabern aus Indien nach Europa gebracht. Das englische Wort für Baumwolle – COTTON – ist arabischen Ursprungs. Es wird davon ausgegangen, dass die Baumwolle im Mittelalter über Italien nach Deutschland kam. Die Steppung von Latexmatratzen besteht aus diesem Material.

Baumwollpflanze

Baumwolle Eigenschaften

Baumwolle wird aus den Samenhaaren der subtropischen Baumwollpflanze hergestellt. Aufgrund ihrer vielen positiven Eigenschaften ist sie aus der heutigen Bekleidungs- und auch Bettenindustrie nicht mehr weg zu denken. Baumwolle ist weich, anschmiegsam und hautsympathisch - daher fühlt sich auch empfindliche Haut in aus Baumwolle hergestellten Textilien wohl. Durch relativ hohe Scheuer- und Reißfestigkeit hält das Material hohen Belastungen stand und ist zudem überaus pflegeleicht. Ein weiterer Vorteil der Baumwolle ist ihre Saugfähigkeit. Sie nimmt Körperfeuchtigkeit gut auf, staut diese aber nicht. Stattdessen gibt sie diese gleichmäßig an die Umgebung ab. Somit entsteht keine fühlbare Verdunstungskälte. Gerade bei Textilien, die mit der Haut in Berührung kommen – z.B. Hemden, Tages- und Nachtwäsche, Bettwäsche (um nur einige zu nennen) -  ist diese Eigenschaft hoch geschätzt.

Probleme beim konventionellen Anbau

Es ist kein Geheimnis, dass beim konventionellen Anbau von Baumwolle ein ausgiebiger Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmittel, sowie in vielen Fällen auch chemische Entlaubungsmittel stattfindet. So stellt eine Studie fest, dass pro Jahr 18% der gesamten weltweit verbrauchten Pestizid-Mengen im Anbau von Baumwolle eingesetzt werden. Das gilt nicht nur für den tatsächlichen Anbau, aber weiterführend auch für die verschiedenen Produktionsstufen.

Vorteile von Baumwolle

Baumwolle ist resistent gegen Funkenflug und Hitze und somit schwer entflammbar. Diese überaus positive Eigenschaft macht die Baumwolle zum idealen Material für die Bettenindustrie. Als Alternative dazu wird auch gerne Schurwolle verwendet oder in Kombination dazu verbaut.

Nachteile von Baumwolle

Ein sicherlich gravierender Nachteil ist, dass Baumwolle dazu tendiert, Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf zu saugen und zu speichern. Nasse Baumwolle wird sehr schwer und braucht zudem recht lange, um wieder zu trocknen. Auch was die Stabilität angeht, kann Baumwolle mit einigen anderen Materialen – wie z.B. Kunststoff – nicht ganz mithalten.

Pflege

Man sollte wissen, dass Baumwolle zwar weitestgehend resistent gegen Laugen ist, jedoch nicht sonderlich widerstandsfähig gegen Säuren. Zum Waschen sind handelsübliche Vollwaschmittel durchaus geeignet. Weißwäsche aus Baumwolle kann ohne Probleme bei 95°C gekocht werden. Buntwäsche hingegen sollte man möglichst nicht heißer als 60°C waschen, um ein Ausbleichen der Farben zu verhindern. Vorsicht ist beim Einsatz eines Trockners geboten, denn Baumwolle läuft leicht ein! Beim Bügeln sind 180 – 200°C erlaubt, wobei sich ein feuchtes Tuch oder ein Dampfbügeleisen als sehr hilfreich erwiesen haben.

Baumwollpflanze - shogazi ®

 

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